PRAXIS FÜR PSYCHOTHERAPIE

Amanda Rohrmair BA MA MA
Psychotherapeutin
(Psychoanalytische-psychodynamische Therapie / Individualpsychologie)

Ordination für Kinder und Jugendliche
Praxisgemeinschaft Münchendorf
Himbergerstraße 10-12/5/1, 2482 Münchendorf
Tel.: +43 681/ 81 69 76 23
E-Mail: praxis@psychotherapie-rohrmair.at
Bei Besonderheiten oder Schwierigkeiten in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann eine psychotherapeutische Abklärung sinnvoll sein. Je nach Fragestellung kann zusätzlich eine klinisch-psychologische Diagnostik in Betracht kommen. Dabei werden sowohl die aktuellen Beschwerden als auch deren mögliche Hintergründe sorgfältig erfasst. Auf Basis dieses umfassenden Verständnisses kann eine individuelle Behandlung geplant werden.

Im weiteren Verlauf der Psychotherapie orientiert sich die Vorgehensweise stets am Alter und Entwicklungsstand des jungen Menschen. Ergänzend zu Gesprächen kommen daher auch kreative sowie spielerische Methoden zum Einsatz. Während bei jüngeren Kindern häufig spieltherapeutische Ansätze im Mittelpunkt stehen, rückt bei Jugendlichen das therapeutische Gespräch stärker in den Fokus.
Ein zentraler Aspekt der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist zudem die aktive Einbindung der Eltern und wichtiger Bezugspersonen. In der begleitenden Beratung wird gemeinsam erarbeitet, wie Sie Ihre Kinder im Umgang mit ihren Herausforderungen bestmöglich unterstützen und stärken können.
Arbeitsschwerpunkte Kinder und Jugendliche

-
Analyse von Problemverhalten und psychischen Auffälligkeiten (z.B. bei Ängsten, Störungen des Sozialverhaltens, Entwicklungsstörungen, Essstörungen)
-
Unterstützung in herausfordernden Lebenssituationen und Krisen (z.B. bei Trennung/Scheidung, psychischen oder chronischen Erkrankungen eines Elternteils, Gewalt- bzw. Missbrauchserfahrungen, traumatischen Ereignissen, Verlust von nahen Bezugspersonen, Schulüberforderung, Flucht, Migration, Behinderung und Vernachlässigung)
-
Selbstverletzendes Verhalten und Delinquenz
-
Individualpsychologische Begleitung in Form einer Spieltherapie für Kinder oder Psychotherapie für Jugendliche (z.B. bei Depression, Ängsten, traumatischen Erlebnissen, Mobbing, sozialem Rückzug, psychosomatischen Beschwerden)
-
Für Eltern: Erziehungsberatung und Unterstützung bezüglich familiärer Problematiken (z.B. bei Trennungen, konstanten Paarkonflikten, anhaltenden Eltern-Kind-Konflikten, Verhaltensauffälligkeiten, Schulwechsel oder Schulverweigerung etc.)
Gemeinsam Wege finden
In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ein einfühlsamer, altersgerechter Zugang von zentraler Bedeutung. Mein therapeutischer Ansatz basiert auf der Individualpsychologie, die den Menschen als ganzheitliches Wesen in seinem sozialen Umfeld betrachtet. Wir schauen gemeinsam auf die verborgenen Ziele hinter belastenden Verhaltensweisen und entwickeln neue, konstruktive Handlungsspielräume.
Für jüngere Kinder schaffe ich in der Spieltherapie einen geschützten Raum, in dem Erlebnisse und Gefühle symbolisch ausgedrückt werden können. Das Spiel dient hierbei als natürliche Sprache des Kindes, um Konflikte zu bearbeiten. Jugendliche finden bei mir einen Raum für vertrauensvolle Gespräche auf Augenhöhe, in denen Identitätsfragen, Zukunftsängste oder soziale Herausforderungen ohne Bewertung besprochen werden können.
Dabei können individuelle Stärken und Ressourcen des jungen Menschen in den Blick genommen und weiterentwickelt werden. Diesen Prozess begleite ich wertschätzend und geduldig.


Die Rolle der Familie
Die Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern oder Erziehungsberechtigten ist ein wesentlicher Bestandteil des psychotherapeutischen Prozesses bei Kindern und Jugendlichen. In regelmäßigen Elterngesprächen besprechen wir die Entwicklung Ihres Kindes und reflektieren die Familiendynamik, um eine nachhaltige Entlastung im Alltag zu schaffen. Dabei unterliege ich auch gegenüber Ihnen der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht, was bedeutet, dass Inhalte aus den Einzelstunden mit den Jugendlichen nur nach vorheriger Absprache geteilt werden. Ein vertraulicher und klar vereinbarter Rahmen bildet eine wichtige Grundlage für die psychotherapeutische Zusammenarbeit. Im Rahmen des Erstgesprächs klären wir die gegenseitigen Erwartungen und die Ziele der Behandlung. Mein therapeutischer Ansatz zielt darauf ab, die individuellen Stärken Ihres Kindes zu fördern und verborgene Hintergründe von Verhaltensweisen verständlich zu machen. So können gemeinsam neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden.
Wissenswertes zur Therapie
Wie erkläre ich meinem Kind, was eine Psychotherapie ist?
Es hilft oft, die Therapie als einen geschützten Raum für die eigenen Gefühle und Gedanken zu beschreiben. Man kann dem Kind erklären, dass es hier eine Person findet, die dabei hilft, schwierige Situationen besser zu verstehen und gemeinsam Lösungen für Sorgen zu suchen, die den Alltag belasten.
Was passiert in der ersten Therapiestunde?
Die erste Stunde dient vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen in einer entspannten Atmosphäre ohne Druck. Wir sehen uns gemeinsam an, was aktuell schwerfällt und was sich das Kind oder der Jugendliche von unserer gemeinsamen Zeit wünscht, wobei Sicherheit und Vertrauen an erster Stelle stehen.
Wie lange dauert eine Therapie für Jugendliche normalerweise?
Die Dauer orientiert sich ganz individuell an der jeweiligen Situation und dem persönlichen Fortschritt. Manche Themen können im Rahmen einer kürzeren Therapie bearbeitet werden, während andere eine längerfristige psychotherapeutische Begleitung in Anspruch nehmen können.
Erfahren meine Eltern alles, was wir besprechen?
Für Jugendliche ist es besonders wichtig zu wissen, dass ich der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliege. Die Inhalte der psychotherapeutischen Gespräche werden vertraulich behandelt und grundsätzlich nicht ohne Zustimmung des Jugendlichen an andere Personen weitergegeben. Welche persönlichen Inhalte mit Eltern oder anderen Bezugspersonen besprochen werden, wird unter Berücksichtigung des Alters und der Entscheidungsfähigkeit des Jugendlichen sowie der gesetzlichen Bestimmungen gemeinsam geklärt.
Wie werden Eltern in den Prozess einbezogen?
Begleitende Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil, um die Entwicklung des Kindes im familiären Kontext zu unterstützen. Wir besprechen allgemeine Entwicklungen und Erziehungsfragen, wobei der schützende Rahmen für das Kind gewahrt bleibt. So können die jeweiligen Perspektiven berücksichtigt und gemeinsam passende Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden.